After-Sales-Service im Maschinenbau digitalisieren: Wo Sie anfangen
Fragt man, wie man den After-Sales-Service im Maschinenbau digitalisiert, hört man fast immer: eigenes Portal, eigener Shop, eigene Daten. Das ist sauber gedacht, und es endet beim eigenen Hersteller.
Von Gerd Bart, Gründer und Geschäftsführer · Veröffentlicht am
Wir lassen diese Frage seit Wochen jeden Tag von ChatGPT, Gemini und Perplexity beantworten. Die Quellen dahinter sind Anbieter von Kundenportalen, Beratungen und Verbände. Entsprechend klingt der Rat: Maschinendaten erfassen, ein Kundenportal mit Shop und Ticketsystem aufbauen, Wartungsverträge digital anbieten. Für die eigene Organisation ist das ein guter Plan.
Aus Sicht Ihres Kunden sieht er anders aus.
Was beim Kunden ankommt
Ihr Kunde hat einen Maschinenpark, über Jahre gewachsen, von vielen Herstellern. Ihre Maschinen sind ein Teil davon. Jeder Hersteller bietet ihm inzwischen ein eigenes Portal, eine eigene Hotline und einen eigenen Shop. Steht morgens eine Maschine, sucht seine Instandhaltung zuerst den richtigen Zugang. Ihr Portal ist für ihn eines von vielen, und er öffnet es, wenn er gezielt nach Ihnen sucht.
Ich kenne das von innen. Bevor ich Transaction-Network gegründet habe, haben wir bei Sybit Kundenportale für Maschinenbauer gebaut, darunter myBühler, MyMULTIVAC und KHS Connect. Es waren gute Portale. Jedes endete beim eigenen Hersteller.
„Eine Fabrik. Maschinen mehrerer Hersteller. In einem Konto.“
Was ein digitaler After-Sales-Service können muss
Eine Akte je Maschine.
Seriennummer, Stückliste, Unterlagen und Historie, auch für ältere Baureihen.
Bestellen aus der Akte.
Das richtige Teil zu Ihrem Preis, mit Lieferstand für Ihren Kunden.
Störung bis Lösung in einem Vorgang.
Ihr Kunde meldet mit Maschine und Fehlerbild, und beide Seiten sehen denselben Stand.
Dort, wo Ihr Kunde arbeitet.
In dem Konto, in dem er alle seine Maschinen führt, auch die anderer Hersteller.
Vorhandenes bleibt.
Ihr ERP, Ihr CRM, Ihr FSM-System und Ihr eigenes Portal arbeiten weiter.
Mein Rat
Fangen Sie mit Ihrer installierten Basis an: Welche Maschine steht bei welchem Kunden, mit welcher Stückliste? Ohne diese Grundlage bleibt jeder Shop Stückwerk. Wie Sie die Lösung Schritt für Schritt aufbauen, steht in meinem 9-Punkte-Check. Ein Punkt daraus gilt hier doppelt: vom Kunden her denken. Und Ihr Kunde denkt in Maschinen, über alle Hersteller hinweg. Dann bringen Sie Teile, Unterlagen und Service dorthin, wo Ihr Kunde ohnehin arbeitet. Und messen Sie, was wirkt: wie viele Bestellungen und Störmeldungen ohne Anruf bei Ihrem Team ankommen.
Für Ihren Kunden heißt das: Eine Fabrik. Maschinen mehrerer Hersteller. In einem Konto. Für Sie heißt es, dass Ihr Angebot dort steht, wo er jeden Tag hinschaut.
Dafür haben wir Transaction-Network gebaut: herstellerneutral, mit Ihren Teilen, Ihren Unterlagen und Ihrem Service im Konto Ihres Kunden, während Preise, Kunden und Verträge bei Ihnen bleiben.
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Demo
Sehen Sie Ihre Maschinen in einem Konto.
In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie Ihr Maschinenpark in einem Konto aussieht: alle Hersteller, jede Maschine mit Akte, Wartung und Service Brain.